Donnerstag, 1. Dezember 2016

Der Cliffhanger als wichtiges Spannungselement





Das Gesetz der Serie Teil 6: Cliffhanger

Ein großartiges Stilmittel, um Spannung zu erzeugen, ist der sog. Cliffhanger.

Der Begriff wurde in amerikanischen Filmen geprägt und meint wortwörtlich, einen Protagonisten, der von einer Klippe hängt und sich nur noch mit letzter Mühe festhalten kann und droht, in der nächsten Sekunde abzustürzen. In dieser (scheinbar) ausweglosen Lage wird der Zuschauer hängen gelassen, denn die Handlung schneidet zu einer anderen Figur über, so dass man zunächst im Unklaren gelassen wird, ob und wie die Hauptfigur diese lebensbedrohliche Lage überlebt.

Der allererste Cliffhanger der Geschichte war aber kein Filmheld, sondern die Romanfigur Henry Knight aus Thomas Hardys „Blaue Augen“: Über weite Teile des Buches lässt Hardy seinen Helden in Lebensgefahr über dem Abgrund schweben und die Leser mit Spannung verfolgen, wie seine Retter auf dem Weg zu ihm sind, ohne zu wissen, ob diese es rechtzeitig schaffen oder nicht.

Diese Art von Cliffhanger wurde wieder und wieder kopiert und funktioniert nicht nur mit Abstürzen über meterhohen Klippen, sondern mit jeder Art von Lebensgefahr: Auf den Protagonisten gerichtete Schusswaffen, sich nahende Züge, abstürzende Flugzeuge, zu entschärfende Bomben, sich herabsenkende Fallbeile … der Phantasie sind keine Grenzen gesetzt, wie man seinen Protagonisten in eine lebensbedrohliche Lage versetzen kann. Auf dem Höhepunkt einer Szene mitten in der größten Gefahr lässt man den Leser im Unklaren über den Ausgang und widmet sich - oft über mehrere Kapitel - einem anderen Handlungsstrang oder einer anderen Figur. Dies hat den nervenaufreibenden Effekt, dass der Leser vor Spannung auf seiner Sesselkante hibbelt und auch während der neue Handlungsstrang einem eigenen Höhepunkt zustrebt und eventuell auch diese Figur in eine lebensbedrohliche Lage führt, wird der Leser immer im Hinterkopf das Schicksal der Hauptfigur behalten, und ungeduldig darauf warten, dass der Haupthandlungsstrang weiterläuft und man ihn von der Ungewissheit um das Leben des Helden erlöst.

Auf diese Art und Weise kreiert man das, was als Pageturner bezeichnet wird: Eine Handlung, die vor Spannung den Leser in Atem hält.

Cliffhanger am Ende - Spannung garantiert

Cliffhanger können auch am Ende eines Romans oder Films gesetzt werden, um sicherzustellen, dass die Leser/Zuschauer wiederkommen. Dies ist ein häufiges Stilmittel von Serien. Unzählige US-amerikanische Kinoserien (Serials) der 1930er Jahre (z.B. Flash Gordon, Buck Rogers) setzten diese Form plakativer Zuspitzung ein. Diese Filme waren üblicherweise etwa 30 Minuten lang und wurden wöchentlich wechselnd vor dem eigentlichen Hauptfilm gezeigt. Wollte der Zuschauer die Handlung der Serie mitbekommen, musste er jede Woche ins Kino gehen, egal welcher Hauptfilm folgte.

Es gab sogar eine ganze Serie, die nur auf diesem Prinzip basierte: In „The Perils of Pauline“ geriet die Heldin Pauline jedesmal in eine lebensbedrohliche Lage, z.B. lag sie gefesselt auf den Schienen und ein Zug kam. Die Endcredits liefen vor der Auflösung, und man musste nächste Woche wiederkommen, um Pauline gerettet zu sehen.

Pearl White als Pauline in "The Perils of Pauline"



Nicht umsonst nahm der Cliffhanger seinen Anfang bei Thomas Hardy, einem Autor von Fortsetzungsromanen (Serials), die in Magazinen oder Zeitschriften erschienen, vor allem im Bereich der Trivialliteratur wie z.B. bei Charles Dickens, Sir Arthur Conan Doyle und Mark Twain. Die Cliffhanger-Szene am Ende einer Folge garantierte, dass die Leser die Fortsetzung in der nächsten Ausgabe von "Tinsels Magazine" kauften, und übernächsten und über-übernächsten ...

Noch heute ist dies ein beliebter Trick, um Zuschauer und Leser bei der Stange zu halten. 

Aber Vorsicht: Schon so manche Serie wurden abgesetzt, bevor es zur Auflösung des Cliffhangers kam, so dass Fans nie erfahren haben, was aus ihrem Held geworden ist, wie z.B. bei dem Film Charlie staubt Millionen ab (The Italian Job, 1969), weil sein Ende ein „Cliffhanger“ im wörtlichen Sinne ist, eine zunächst geplante Fortsetzung aber nie gedreht wurde.
Oft arbeiten die Autoren mit extremen Überraschungen in der Handlung und mit brenzligen Situationen, in denen das Leben eines oder mehrerer der Hauptcharaktere in Gefahr ist. (So ist es für die Produzenten auch möglich, Darsteller wegen überhöhter Honorarforderungen in der Staffelpause ausscheiden zu lassen.)
Auch moderne Fernsehserien wie „Walking Dead“, „Breaking Bad“ oder „Lost“ arbeiten sehr viel mit Cliffhangern.

Natürlich weiß man, dass die Hauptfigur (höchstwahrscheinlich) überleben wird. Was wäre die Serie ohne ihren Hauptdarsteller? Pauline in The Perils of Pauline wird in jedem Fall überleben, ist doch klar. Die Spannung kann aber auch daraus generiert werden, dass man wissen will, wie sich der Held dieses Mal wieder rettet.

Cliffhanger von Kapitel zu Kapitel und von Szene zu Szene

Es muss aber nicht immer gleich das Leben auf dem Spiel stehen.
Cliffhanger funktionieren nicht nur als ganz großes Spannungselement am Ende eines Romans/ einer Folge, sondern auch am Ende eines Kapitels oder einer Szene. Der Held muss nicht jedes Mal in Lebensgefahr schweben, um einen Cliffhanger-Moment zu erschaffen, es reicht eine Verzögerung, die den Leser im Unklaren lässt. So kann eine Szene oder ein Kapitel mit einer unbeantworteten Frage enden oder mit einer mysteriösen Dialogzeile, die im Raum stehen gelassen wird. Man lässt einfach eine Handlung unbeantwortet, indem man die Reaktion der Hauptfigur dem Leser vorenthält. Wie wird er darauf antworten? Was wird er tun? Die Reaktion darauf kann in der nächsten Zeile/ im nächsten Kapitel erfolgen (sie kann  aber auch ganz weggelassen werden und erst viele Kapitel später dem Leser enthüllt werden, während man sich bis dahin einem anderen Handlungsstrang widmet).


Kapitel 1


(…)Wie betäubt sank er in einen Sessel, wo er für ein paar Augenblicke in völliger Bestürzung verharrte. Nach und nach wurde sein Blick vom blinkenden roten Licht des Faxgeräts angezogen. Wer auch immer dieses Fax geschickt hatte, er war noch in der Leitung … wartete darauf, mit ihm zu sprechen. Lange Zeit starrte Langdon reglos auf das blinkende Licht. Dann, mit zitternden Fingern, nahm er den Hörer ab.


Kapitel 2

„Schenken Sie mir jetzt Ihre Aufmerksamkeit?“, fragte die Stimme des Anrufers.(..)


Eine Szene wird normalerweise anhand der Einheit von Figur, Zeit und Ort definiert. Hier wurde aber innerhalb einer Szene einfach ein Kapitelumbruch gesetzt. Der Leser will unbedingt wissen, wer der Anrufer am anderen Ende der Leitung ist, also liest er weiter.

Billiger Trick?

Kann sein, aber einer der funktioniert. Nicht umsonst fanden Millionen von Lesern, dass sie dieses Buch nicht aus der Hand legen konnten, obwohl sie vielleicht nicht genau sagen konnten warum. (Weil sie keinen Kapitelabschluss fanden, der ihnen Ruhe lies, jedes Kapitel, jede Szene, endet mit einer offen gebliebenen Handlung oder Frage; und sei es nur die Frage: Wer ist hinter der Tür oder Wer ist am Telefon?). Auf diese Weise erschafft man einen Pageturner.

Anstatt mit einer offenen Frage kann ein Kapitel/ eine Szene aber auch einen Cliffhanger schaffen, der mit der Lüftung eines Geheimnisses oder mit der Verkündung einer großen Entscheidung des Protagonisten/ mit einem Schwur oder einer überraschenden Wende der Ereignisse endet. Bei dieser Art des Cliffhangers wird die Spannung dadurch erzeugt, dass der Leser wissen will, wie die Reaktion des Helden auf diese neue Wendung ausfällt.


Kapitel 1
(…) Die Zeit der Ziehung ist gekommen. Effie Trinket sagt, was sie immer sagt: “Ladies first!“, und geht hinüber zu der Glaskugel mit den Mädchennamen. Sie greift hinein, taucht ihre Hand tief in die Kugel und zieht einen Zettel heraus. Die Menge hält den Atem an, man könnte eine Stecknadel fallen hören, und ich fühle mich elend und hoffe inbrünstig, dass es nicht mein Name ist, nicht mein Name, nicht mein Name.
Effie Trinket geht zurück zum Podest, streicht den Zettel glatt und verliest mit klarer Stimme den Namen. Es ist nicht mein Name.
Es ist Primose Everdeen.

Kapitel 2

Einmal, als ich reglos in einem Baumversteck darauf wartete, dass das Wild vorbeikam, bin ich eingenickt. Ich fiel drei Meter tief und landete auf dem Rücken. Es war, als hätte der Aufprall das letzte bisschen Luft aus meiner Lunge gepresst, und ich lag dort und kämpfte verzweifelt darum, einzuatmen, auszuatmen, irgendwas zu tun.
Genauso ergeht es mir jetzt. Ich versuche mich daran zu erinnern, wie man atmet, bin unfähig zu sprechen, vollkommen fassungslos, während der Name in meinem Schädel herumspringt. 


Hier endet Kapitel 1 mit der Verkündung des Namens derjenigen, die an den gefährlichen Hungerspielen teilnehmen muss - und es ist nicht der Name der Hauptfigur, der gezogen wird, sondern der ihrer Schwester. Das kommt einem Todesurteil gleich. Der Leser brennt darauf, zu erfahren, wie die Hauptfigur (emotional) auf diese Verkündung reagiert. Doch die Reaktion wird dem Leser vorenthalten, zunächst einmal mit einem Kapitelumbruch und dann mit einer Mini-Rückblende. Erst dann erleben wir, wie die Hauptfigur sich fühlt. Diese Szene ist deshalb ein Cliffhanger, weil hier zwar nicht die Hauptfigur über dem Abgrund schwebt, aber dafür eine ihr nahestehende Figur und weil es die Hauptfigur zum Handeln zwingt (sie wird sich selbst freiwillig zu der Teilnahme an den Hungerspielen melden, anstelle ihrer Schwester.)

Solche Mini-Clifhanger können, wenn sie geschickt eingesetzt werden, enorme Spannung erzeugen und garantieren den Leser bei der Stange zu halten, während er emotional von einer Szene in die nächste rutscht.

Ein Trick aus der Spannungsliteratur - der funktioniert.

Möglichkeiten für einen Cliffhanger:

Bedrohung/Lebensgefahr
Drohende Katastrophe
Gefährliche Emotionen/ Gefühlsausbruch
Omen/Vorzeichen
Mysteriöse Dialogzeile
Geheimnis enthüllt
Große Entscheidung / Gelübde
Ankündigung eines erschütternden Ereignisses
Wendung/ Überraschung
Offene Frage/ ungelöstes Rätsel

Vielleicht willst Du in einer Deiner nächsten Geschichten einmal etwas davon ausprobieren?

Donnerstag, 21. April 2016

Wie man eine Serienbibel anlegt, und wofür sie gut ist

Das Gesetz der Serie 6
Wer schon einmal ein Buch geschrieben hat, der weiß, wie schwer es ist, sich an all die kleinen Details, die man am Anfang des Buches eingeführt hat, zu erinnern, wenn man Wochen oder gar Monate später die letzten Kapitel verfasst. (War die Nebenfigur blond oder brünett? Wie viele Jahre ist der tragische Unfall her? War das Schlafzimmer auf der linken oder rechten Seite des Flurs?) Wenn es schon schwer ist, bei einem einzelnen Roman den Überblick zu behalten, wie mag es dann sein, wenn man eine ganze Serie schreibt? Oder gar an mehrere Serien in verschiedenen Universen?

Die meisten von uns schreiben zunächst erstmal drauflos, ohne zu wissen, wohin die Reise führen wird, wie viele Kapitel es werden und ob es eine Fortsetzung geben wird. Am Anfang glaubt man, alle Details im Kopf behalten zu können; schließlich ist man derjenige, der sie erfindet! Man hat ein Bild der Nebenfigur am Kassenautomaten im Kopf, natürlich weiß man noch, ob sie blonde Locken oder brünette Stoppelhaare hatte. Aber je länger man fürs Schreiben braucht, je öfter man Pausen einlegt, oder wenn man gezwungen ist, das Projekt ersteinmal beiseite zu legen, um sich einem anderen zu widmen, desto mehr vergisst man, dass man diese Details überhaupt verfasst hat, und muss sie später selber mühsam nachschlagen. Bei einem Einzelwerk mag das ja noch gehen – aber je mehr Bände man einer Reihe zufügt, desto schwieriger wird die Suche.

Serienautoren legen oft eine Serienbibel an, um den Überblick zu bewahren, und schnell auf alle Fakten zugreifen zu können.

Was gehört in eine Serienbibel?
Nun, alles, was man bereits etabliert hat.
- Charaktere: Aussehen, Familienverhältnisse, wichtige Ereignisse, Persönlichkeitsmerkmale, etc. Auch alle einzigartigen Macken, Hobbys, etc. Nebenfiguren sollten mit allen Details, die erwähnt wurden (Namen, Alter, Adressen, erstem Auftreten) notiert werden. Man weiß nie, wann jemand wieder erscheinen wird.
- Welten / Planeten / Städte/ Klassenzimmer / Wohnungen: Aussehen, Lage, ihre Hintergrundgeschichte, einfach alle wichtigen Details evtl. sogar mit Skizzen/ Karten/ Lageplänen.
- Magieregeln/ Gesetze/ Technikfunktionen: werden besondere Fähigkeiten eingeführt, oder außerirdische Technik, dsytopische Gesetze, oder einer Figur wird auch nur der Führerschein entzogen, so sollte das besser notiert werden. Besonders wichtig in SF / Fantasy. Wer  eine kleine technische Erfindung nebenbei erwähnt, so könnte diese Auswirkungen auf den ganzen Plot haben.
- Alle Hintergrundgeschichten: Stelle sicher, dass Du alles noch weißt und notierst, wer wann wen wo ermordet/ geheiratet/ von der Uni geworfen/betrogen hat
- Timelines: Über welchen Zeitraum spannt sich die Handlung, wie viele Tage oder Wochen sind vergangen (auch wichtig, zu welchen Jahreszeiten die Szenen spielen)
- Alles, was sonst noch später wichtig werden könnte.

In die Serienbibel kommen aber nicht all die Details, die man sich im Vorwege ausgedacht hat. Vielleicht fertigt Deiner Einer ja bereits Charakterbögen für seine Figuren an und denkt, er braucht daher keine Serienbibel.
Falsch!
In der Serienbibel wird dokumentiert, welche Informationen dem Leser in welchem Buch bereits gegeben wurden. Nach Möglichkeit sogar im originalen Wortlaut, also am einfachsten mit copy & paste. Anstatt zu schreiben:
Harry Potter, 12 Jahre, schwarze Haare,
notiert man: „Harry hatte ein schmales Gesicht, knubbelige Knie, schwarzes Haar und hellgrüne Augen. Er trug eine Brille mit runden Gläsern, die mit viel Klebeband zusammengehalten wurden.“ Band 1, 1. Kapitel.
Sobald ein neues Detail oder eine Figur auftaucht, notiert man also, was man über diese verfasst hat. Im Laufe der Zeit erhält man so eine kleine Liste:

Emma
- braune glatte lange Haare mit Pony, den ihre Mutter ihr geschnitten hat, nachdem Emma in der Grundschule immer mit ihrem Zwillingsbruder verwechselt wurde. (Band 1, Kap 3)
- trägt Kapuzenpullover , den sie Daniel weggenommen hat. (Band 1, Kap 5)
- Isst gerne Süßkram (Band 1, Kap 8)
- Hatte nie ein Haustier (Band 2, Kap 7)
- Wohnt mit Eltern in Reihenhaus in Barmbek (aber geht in Ottensen zur Schule, wo Marie wohnt, da dort die besseren Schulen sind, der Vater hat dafür gesorgt.) (Band 1, Kap 3)
- Legt Facebook-Profil an aus Eifersucht (Band 3, Kap 5)

Das hat den Vorteil, dass man sowohl die Entwicklung einer Figur nachverfolgen kann, als auch die Informationspolitik in einer Serie, also wann dem Leser kleine Happen wichtiger Informationen (z.B. darüber wie die magische Welt funktioniert und wie Du-weißt-schon-wer an die Macht kam) zugespielt werden.

Man legt so eine Serienbibel einfach in Word an, oder wer es übersichtlicher mag in Excel.
Schreibt man mit mehreren Autoren an einer Reihe, so kann man die Dateien online anlegen, z.B. in Word Online oder über eine *Dropbox, so dass jeder jederzeit Zugriff darauf hat.

Manche mögen natürlich lieber Papiernotizen, dann empfiehlt es sich, einen Ordner anzulegen, der in verschiedene Reiter unterteilt werden kann und evtl. mit Farbcodes, so kann man z.B. für jeden Band einer Serie eine eigene Farbe verwenden; Post-its hinzufügen oder Fotos einkleben.

Das alles klingt erstmal nach einem Haufen Arbeit. Ist es auch. Aber auf lange Sicht erspart man sich  viel Zeit und Mühe. Wer eine Serie über ein Dutzend oder mehr Bände plant, der wird die nächsten Jahre mit seinen Figuren und seiner Welt verbringen. Unmöglich alles im Kopf zu behalten. Unmöglich auch nur im Kopf zu behalten, in welchem Kapitel man etwas geschrieben hat. Eine Serienbibel kann einem den Arsch retten, denn wer glaubt, was man sich als Autor nicht merken kann, das merkt sich auch kein Leser, der irrt. J.K. Rowlings Fans sind sehr fleißig darin, auf  Unregelmäßigkeiten in ihrem Werk hinzuweisen. So verfassen sie ganze Wikis mit Einträgen wie diesen: „Manche Räumlichkeiten in Hogwarts liegen in den Bänden an unterschiedlichen Orten: Im Band 1 ist das Pokalzimmer im 3. Stockwerk (HP I/9), im Buch Harry Potter und der Feuerkelch im 6. Stockwerk (HP IV/25). Der Zugang zum Schulleiterbüro liegt im 2. Stockwerk ( HP IV/ 28); aber im 7. Stockwerk im Buch Harry Potter und der Halbblutprinz (HP VI/10).“ 

Letztendlich ist eine Serienbibel genau das: eine Wikia des eigenen Werks. Wer Glück hat, hat Fans, die diese für einen verfassen ;)
Aber bevor Fans einen auf Unstimmigkeiten aufmerksam machen, wollen wir Autoren das eigene Werk so sorgfältig wie möglich abliefern, nicht wahr?

Am einfachsten und effektivsten ist es, die Serienbibel während des Schreibens anzulegen. Besonders gut geht das in einem Schreibprogramm wie *Scrivener, dass einem Verknüpfungen, Karteikarten und Notizfunktionen erlaubt. Meiner Einer legt alle seine Projekte in Scrivener an, aber es gibt auch andere gute Computerprogramme für Autoren, die einem die Organisation erleichtern.

Aber für manchen mag der Gedanke an das Anlegen einer Serienbibel noch während des Schreibprozesses hinderlich sein. Das ist ok. Man kann genauso gut bei der Überarbeitung des ersten Entwurfs damit anfangen. Für viele ist ja alles noch etwas schwammig beim ersten Entwurf und Details können sich im Nachhinein ändern. Damit man diese nicht auch in der Serienbibel ändern muss, kann man warten, bis man die Überarbeitung angeht. Ein Tipp: Nie etwas komplett aus der Serienbibel löschen, sondern nur durchstreichen! Neues mit Datum versehen. Man weiß nie, wann man doch wieder auf diese alte Idee zurückgreifen will.
Schließlich kann man Änderungen vornehmen, so lange das Buch noch nicht in Druck ist.
Ist es aber ersteinmal in den Händen der Leser, muss man mit dem leben, was die Vorgängerbände enthalten und kann nicht wieder zurück und das Schulleiterbüro in ein anderes Stockwerk versetzen - auch nicht mit Magie. Ähem.




Wie organisiert Deiner Einer seine umfassenderen Projekte? Legt ihr so etwas wie eine Serienbibel an? Freue mich über Tipps und Erfahrungsberichte in den Kommentaren!

Donnerstag, 3. März 2016

Discoverability und Branding von Serien

Das Gesetz der Serie Teil 5


(Discoverability meint, die Auffindbarkeit von Büchern unter all den tausenden anderen Büchern und Branding ist ein Begriff aus dem Marketing und meint den Wiedererkennungswert von Marken.)

Kennst du das? 
Du kommst nach Hause mit einem frisch gekauften neuen Buch und machst es dir gemütlich - nur um nach ein paar Seiten festzustellen, dass es sich um Teil 5 einer Serie handelt! Aber nirgendwo auf dem Umschlag wurde darauf hingewiesen.
Oder du gehst in einen Buchladen, um dich inspirieren zu lassen, und stehst vor einem Stapel zusammengehöriger Bücher einer Reihe, wie z.B. „Game of Thrones“. Du hast Lust in die Serie einzusteigen– aber was davon ist Band 1? „Die Herren von Winterfell“ oder „Das Erbe von Winterfell“ oder gar „Sturm der Schwerter“? Der Umschlag hilft nicht weiter. Deiner Einer könnte die Buchhändlerin fragen, aber die ist an der Kasse beschäftigt und sieht nicht so aus, als ob sie bald Zeit für dich hätte. Deine Mittagspause ist bald um, und du willst nicht mit einem falschen Buch zum Feierabend dasitzen – deswegen gehst du auf Nummer sicher, und kaufst lieber einen Einzelband von einem anderen Autor...

Serien sind häufig nicht als solche gekennzeichnet, es gibt keine Information zu Vorgänger– oder Nachfolgetiteln auf dem Umschlag (und manchmal noch nicht einmal im Buch selbst) und Verlage sind häufig schlecht darin, Serien als solche zu vermarkten.

Das mag viele Gründe haben:Vielleicht ist das Buch als Einzelband gestartet und erst als es sehr erfolgreich war, wurde beschlossen, eine Serie daraus zu machen. Doch zu dem Zeitpunkt ist der erste Band ja bereits draußen und enthält daher keine Hinweise auf einen Serienbeginn oder Nachfolger. Oder die Serie wurde zuvor bei einem anderen Verlag herausgegeben, so dass die Bücher in unterschiedlichem Designs erscheinen.
Was auch immer die Gründe sind, für den Leser ist es oft schwer, die Bände einer Serie korrekt zuzuordnen. So sehr, dass Fans langjähriger Serien ihre eigenen Wikipedias und Serienwebseiten erstellen, um Neueinsteigern zu helfen, das richtige Buch zu finden. Dabei wäre dies die Aufgabe des Verlages. Das ganze Problem reicht so weit, das der Thrillerautor J.A. Konrath einen Trend auf Amazon in den USA beobachtet hat: Dort werden „Reading Order“- Bibliographien als kurze Ebooks herausgegeben, die nichts weiter tun, als die Werke eines Autors in der richtigen Reihenfolge aufzulisten. Und Käufer zahlen sogar Geld dafür!

Der Leser sollte dafür aber nicht zahlen müssen, diese Informationen müssen dem Leser und den Buchhändlern kostenlos und einfach erreichbar zur Verfügung stehen. Dies ist Aufgabe des Verlags und des Autors. Ein Versäumnis schadet nur Verkäufen.

Was kann man tun, um die Sichtbarkeit und den Wiedererkennungswert seiner Serie zu erhöhen?

Umschlag, Cover und/ oder Klappentext sollte deutlich machen, dass es sich um einen Band einer Trilogie/Reihe/Mehrteiler handelt.

Dies kann ein direktes Statement im Klappentext sein:(„Dies ist der Auftakt der siebenteiligen Reihe um die Abenteuer des mutigen Kaninchens…“), oder ein deskriptiver Untertitel („Kaninchenmörder – Band 1 der Fusselgesicht-Trilogie“) oder ein Aufdruck mit Nummer am Buchrücken (Band 1).
Bei den Harry Potter Bänden löst der Verlag Carlsen das Problem ganz geschickt im Klappentext: „Das vierte Schuljahr in Hogwarts beginnt für Harry …“ Allerdings kommen diese Hinweise auf das Schuljahr erst ab „Harry Potter und der Feuerkelch“ – also ab Band 4.
Hände hoch, wer von euch kann alle Harry Potter Bände hintereinander aufzählen?
Ohne Mogeln!
Carlsen (und der englische Verlag Bloomsbury) drucken aber zusätzlich im Innenteil auf der ersten Seite alle bereits erschienenen Titel in der Reihenfolge, und in späteren Auflagen dann auch alle Titel der Reihe. Das ist sehr wichtig und hilfreich für  Leser und für Buchhändler.

Was Du als Autor auch tun solltest, ist immer über das Werk als Serie sprechen (egal ob online oder mündlich) und  den Titel stets nur mit dem Zusatz Trilogie/Serie/Mehrteiler nennen: „Die Kaninchenmörder-Trilogie.“

Auch die Produktbeschreibungen in sämtlichen Shops sollten den Seriencharakter betonen und auf die Folgebände verweisen. Amazon betitelt Harry Potter erst ab dem „Feuerkelch“ als Harry Potter, Band 4: Harry Potter und der Feuerkelch“, vorher heißt es nur „Harry Potter und der Gefangene von Askaban“ – ohne Reihennummer. 
Dies ist nicht Schuld von Amazon: Der Verlag übermittelt die Produktbeschreibung und die Metadaten an die Distributoren und diese geben sie weiter an die Online-Shops und Buchhändler. Fehlt etwas oder ist unvollständig, so liegt das an ungenauen Daten des Verlages. Sprecht mit eurem Lektor oder Ansprechpartner im Verlag, wenn diese Informationen über euer Buch ungenau sind oder besser aufbereitet werden könnten. Als Selfpublisher müsst ihr euch natürlich selber darum kümmern und habt selber Zugriff auf die Metadaten, die an die Shops vermittelt werden. 

Als Serienautor sollte Deiner Einer unbedingt eine eigene Webseite haben (als Autor von Einzeltiteln ist dies ebenfalls zu empfehlen. Solange man nur ein bis zwei Bücher draußen hat, kann man aber noch darauf verzichten.) Auf der Homepage des Autors sollten alle Titel der Serie und die richtige Reihenfolge übersichtlich aufgeführt sein. Dies erfordert vom Käufer zwar einen extra Schritt, aber besser, die Leser erhalten direkt über eure Webseite die Informationen, nach denen sie suchen, als über eine fremde Fanpage. Macht es euren Lesern so einfach wie möglich, euch und eure Titel zu finden. Bei über Jahren laufenden, langfristigen Serien könnte man, wie J.A. Konrathvorschlägt, auf seiner Homepage eine PDF-Liste mit Titeln und der dazugehörigen ISBN zum Herunterladen und Ausdrucken für die Leser zur Verfügung zu stellen. Damit kann der Leser in die Läden gehen und gezielt ein Buch beim Händler bestellen.

Cover und Titelgestaltung einer Serie sollten zueinander passen. Denkt zum Beispiel an die „Scheibenwelt“-Romane von Terry Pratchett: Die Cover sind alle vom Illustrator Josh Kirby gestaltet und auf einen Blick unverwechselbar der Scheibenwelt zuzuordnen. Einen Scheibenweltroman erkennt man sofort wieder. Schöne, zusammengehörige Cover können aber nicht nur den Wiedererkennungswert bei den Lesern erhöhen, sondern sogar zum Sammeln anregen:
Ein schönes Beispiel dafür sind aktuell die Bücher der „Everflame-Trilogie“ von Josephine Angelini: Die Cover von „Feuerprobe“ und „Tränenpfad“ ergeben nebeneinander gelegt ein fortlaufendes Bild.
Band 3 wird dies fortsetzen.

Zusammengehörige Cover der "Everflame"-Reihe

Dies hatte der deutsche Verlag zunächst vermasselt, indem er der Übersetzung ein neues Cover gab. Als dann Band 2 erschien, ruderte er zurück und druckte das Original-Cover mit deutschem Zusatztitel. Bei den Fans gab es heftige Reaktionen, denn viele wollten die Reihe zueinander passend kaufen und überschütteten den Verlag mit Anfragen nach Schutzumschlägen mit dem alten Cover. Da kann man mal sehen, wie wichtig Lesern Buchcover sind.
Zusammengehörige Buchrücken beim "Lustigen Taschenbuch"
Kennt ihr noch die Lustigen Taschenbücher? Dort sind die Buchrücken bedruckt, so dass diese aneinander gelegt ein Bild im Buchregal ergeben. Dies erhöht natürlich den Sammlerwert und eine komplette Sammlung kann auf Ebay hohe Preise erzielen. Klappt nicht nur bei Mickey Mäusen, Meiner Einer hat diese Buchreihe von Klett Cotta im Schrank stehen:

Ich erinnere mich, dass ich nur 2 von den Büchern haben wollte, aber die anderen 3 dazu gekauft habe, damit es im Regal besser aussieht (Ich glaube, ich habe eines der Bücher nie gelesen, ähem.)

Aber auch die Buchtitel können den Seriencharakter betonen, indem sie sich ähneln, wie bei der „Tintenherz/ Tintenblut/ Tintentod“-Trilogie oder bei der Krimireihe von Donna Leon: „Venezianische Scharade/Endstation Venedig/ Venezianisches Finale“. In späteren Bänden wird dieses Muster durchbrochen, aber bis dahin hatte die Serie schon genug Bekanntheitsgrad. Der Verlag Diogenes macht übrigens alles richtig: Jeder Band hat einen Untertitel à la: Kommisssar Brunettis fünfundzwanzigster Fall. (Was, bei 25 sind die schon?!)

Im Titel und dem Coverbild bei Donna Leon wird jedesmal das Setting „Venedig“ betont, denn das ist es, dass diese Serie zu etwas besonderem macht und das die Leser an den Büchern lieben.
Außer mit einem Reihentitel kann man daher eine Serie mit einem Schlagwort oder Serien-„Blurb“ versehen, der dem neuen Leser kurz und knackig schildert, was ihm geboten wird:
Eine Detektivserie voller atemberaubender Spannung und knisternder Erotik.“
Oder
„Eine Welt voller Abenteuer und Magie – und nur einer der jungen Zauberer kann die Prüfungen überstehen.“
Oder
„Die neue Serie des Bestsellerautors der Kaninchenmörder-Trilogie verknüpft geschickt politische Intrigen mit einer herzerwärmenden Familiensaga rund um einen sich kilometerweit unter London erstreckenden Kaninchenbau. Unwiderstehlich.“
Jetzt muss man nur noch sicherstellen, dass das Buch auch einhält, was es verspricht.  Und alle folgenden Bände ebenso ;)

Man kann sogar ein eigenes Logo für seine Serie entwerfen. Das ist sinnvoll, wenn der Autor mehrere Serien im gleichen Genre verfasst, z.B. drei verschiedene Detektivserien. Dann könnte durch ein Konterfei des Ermittlers oder durch das Logo seiner Geheimorganisation o.ä. die Zugehörigkeit zur Reihe gekennzeichnet werden
Wer weiß nicht wofür das hier steht:


Oder das hier?
oder
oder
?

Das letzte kennt Deiner Einer nicht?
Das NR steht für Nora Roberts. Nora Roberts Romane wurden so oft wiederaufgelegt, dass Leser sich beschwerten, dass sie die alten nicht von den neuen Titeln unterscheiden konnten, weswegen der Verlag ein eigenes Logo ( ein NR in einem Kreis) für die Autorin erstellte, dass auf all ihren neuen Titeln neben ihrem Namen erscheint. Nicht schlecht, oder?

Stell dir vor, Deiner Einer wird eines Tages mit seinen Büchern so berühmt, dass er ein eigenes Logo bekommt…. Als Selfpublisher kann man das natürlich auch für sich selbst machen: Warum nicht ein Logo für sich selbst oder seine Hauptcharaktere entwerfen und all seine Bücher damit markieren, um eine treue Leserschaft an sich zu binden?

Alles, was deinen Lesern hilft, die Bücher in deiner Serie wiederzuerkennen, fördert auch den Bekanntheitsgrad und etabliert dich und/oder deine Serie als eine Marke.

Montag, 25. Januar 2016

Wie handhabt man Hintergrundgeschichten in Serien?


Das Gesetz der Serie: Teil 5

Als Autor einer Serie hat man ein weiteres Problem, das Autoren von Romanen, die für sich stehen, nicht hat: Wie geht man mit der stetig wachsenden Hintergrundgeschichte um? 
Soll man als Autor davon ausgehen, dass die Leser Buch 1 und 2 der Serie ebenfalls gelesen haben? Oder sollen die einzelnen Bände der Serie auch für Leser funktionieren, die mitten drin einsteigen? 
Frischt man die Handlung wieder auf, indem man was vorher geschah noch einmal zusammenfasst, langweilt man vielleicht die Fans, die mit den Details vertraut sind und schnell in das neue Abenteuer einsteigen wollen, aber wenn man gar keine fürs Verständnis nötigen Informationen wiederholt, verwirrt man die Leser, die die Vorgänger-Bände zwar kennen, aber sich nicht mehr allzu gut daran erinnern können. 

Nicht vergessen: Als Autor ist man vertraut mit allen Details und Hintergründen, aber als Leser liegt vielleicht ein langer Zeitraum (manchmal Jahre) zwischen der Lektüre des letzten Bandes. Neueinsteiger und Wiedereinsteiger in die Serie sollten an die Hand genommen werden.

Wie macht man das am besten?

Es gibt mehrere Möglichkeiten. 

Zunächst einmal kann man eine tatsächliche Zusammenfassung „Was bisher geschah“ an den Anfang des Buches stellen. Diese sollte nach Möglichkeit nicht länger als 1-2 Seiten lang werden und sich auf die wichtigsten Höhepunkte und Informationen beschränken. Der Vorteil ist, dass Leser, die mit der Serie vertraut sind, diesen Abschnitt einfach überspringen können, der Nachteil ist, dass neue Leser sich von den geballten Informationen abgeschreckt fühlen könnten. Dennoch arbeiten viele langjährige SF und Fantasy-Serien mit so einer vorangestellten Zusammenfassung, und je nach Komplexität und Laufzeit der Serie kann eine solche Zusamenfassung unabdingbar sein.

Eine andere Möglichkeit ist die eines Prologes. Ein Prolog ist ja ein Vorwort und kann verschiedene Formen haben. So kann z.B. der Erzähler oder sogar der Autor einleitend ein paar Worte zur Erklärung sagen, aber ein Prolog kann auch Teil der Handlung sein, nur dass diese räumlich, zeitlich oder personal vom Rest der Handlung getrennt ist. So können in einem Prolog Figuren zu Wort kommen, die über der Handlung stehen (wie Götter o.ä.) oder die im weiteren Verlauf der Handlung nicht mehr vorkommen werden oder nur eine untergeordnete Rolle spielen werden. So ein Prolog kann z.B. ein Flashback oder Flashforward sein und dem Leser als ausgestaltete Szene Informationen über die zukünftige Handlung geben; es kann auch ein Brief, ein Zeitungsbericht oder ein Tagebucheintrag sein.

Oder zwei Figuren unterhalten sich in einem Dialog über das, was geschehen ist.

Welche Form man auch wählt, man sollte es immer vermeiden, einen sog. Infodump dem Leser zu servieren. Der Leser ist immer am Fortgang der Geschichte interessiert. Daher sollten ihm nur so viele Informationen wie unbedingt nötig und nur zu dem Zeitpunkt, an dem sie angebracht sind, serviert werden. Offene Fragen, was in der Vergangenheit passiert sein mag, erhöhen sogar die Spannung, daher reicht es, vorangegangene Ereignisse anzudeuten. (Und wenn der Leser wirklich so neugierig darauf ist, was vorher geschehen ist, dann soll er sich halt das Vorgänger-Buch kaufen ;)

Wichtige Informationen und Hintergrundgeschichten sollten organisch in die Handlung eingefügt werden. Dabei darauf achten, dass die Informationen immer aus der Perspektive der Figur erhalten werden, die am meisten davon beeinflusst wird.
Z.B. erklärt Harry Potter in Buch 2 der Reihe die Regeln für Quidditch einem neuen Schüler. Harry selbst sind die Regeln bekannt, und das Buch ist aus seiner Sicht geschrieben, daher braucht Harry selbst die Spielregeln nicht neu zu lernen. Aber die Leser sind eventuell nicht mit den Quidditchregeln vertraut oder brauchen eine Auffrischung. Einfache Lösung: Harry erklärt die Regeln in einer Szene jemand anderem.

Die Hauptfigur einer Serie wird im Laufe der Zeit viele Ereignisse durchleben und Narben und Erinnerungen mit sich tragen. All die vorangegangene Handlung früherer Bände zählt nun zur Hintergrundgeschichte der Hauptfigur und sollten in seinem Verhalten und seinen Motivationen Rechnung tragen. Hin und Wieder sollte zu den Ereignissen der vorangegangenen Bände Bezug genommen werden. Das schafft ein nostalgisches Gefühl bei den Fans und Neugierde bei neuen Lesern.

Montag, 11. Januar 2016

Samiel Award: Wir suchen den Bösewicht des Jahres!


Bewirb Dich jetzt mit 111 Worten und einer Leseprobe.

10 Antagonisten haben die Chance auf die Shortlist,

3 davon die Chance aufs Finale,

1 wird der Bösewicht des Jahres 2016.


Die Digital Publishers suchen auch dieses Jahr wieder den Bösewicht des Jahres. Dotiert ist der Preis mit 666,- Euro, berechtigt zur Einreichung sind Autoren eines Werkes, das im Jahr 2015 veröffentlicht wurde. Einsendeschluss ist der 29.02.2016. Und das Literaturkaninchen (also Meiner Einer!) sitzt in der Jury und wählt aus der Shortlist den fiesesten Fiesling!
Zeigt also her Eure böse Ader und schickt Eure Antagonisten ins Rennen um den Samiel Award.

Alle Infos sowie das Formular zum Einreichen findet ihr hier  http://samielaward.de/bewirbdich/

Das Kaninchen freut sich schon auf Eure Bösewichte :)